Folge 12: „Wir haben nie nach dem ’warum’ gefragt“
Shownotes
Das eigene Kind auf dem letzten Lebensweg zu begleiten ist für Eltern ein schwerer Schritt. Maike Vogt und ihr Mann haben sich für diesen Weg entschieden, um ihrem kleinen Sohn Michel weiteres Leid zu ersparen. Während dieser schweren Zeit hat sich die Familie vom Koblenzer Kinder- und Jugendhospiz und vom Team der PalliaKids begleiten lassen. Maike Vogt ist dieses Jahr die Schirmherrin über das Jubiläumsjahr des Hospizes. Im Podcast spricht sie mit Host Nina Borowski über Michels Geschichte und wie es für sie als Familie nun weitergeht.
Maike Vogt ist eine starke und lebensbejahende Frau - trotz oder vielleicht wegen ihrer Geschichte. Als ihr Sohn Michel die Diagnose „Hirntumor“ bekommt, verändert das alles. Die Chancen auf Heilung sind zunächst gut. Es folgen OPs, eine Chemo und eine Reha für die ganze Familie. Alle atmen auf und wollen jetzt so richtig durchstarten. Bei einer Kontrolluntersuchung wird dann erneut ein Tumor im Kopf festgestellt. Die Ärzte geben dem kleinen Michel noch sechs bis acht Wochen Lebenszeit. Die Familie lässt sich während dieser Zeit vom Kinder- und Jugendhospiz begleiten. Was Maike Vogt besonders wichtig ist: ein offener Umgang mit ihrer Geschichte. „Wir leben auf dem Land und da ist es oft so, dass viele Gerüchte rumgehen. Mit Gerüchten kann ich schlecht umgehen“, sagt sie. Das Team des Hospizes informiert Schule und Kindergarten, spricht mit den Großeltern und ist auch für Michels große Schwester ein wichtiger Anker. Was Familie Vogt durch diese Offenheit passiert, empfinden sie als Geschenk: große Anteilnahme und Hilfsbereitschaft. „Fast jeden Tag stand etwas zu essen vor der Tür“, sagt Vogt. Die Familie erlebt intensive Monate. Das Zimmer von Michel wird zum Familienzentrum. In all dieser Zeit vertraut Maike Vogt auf ihre Intuition und geht mit ihrer Familie ihren ganz eigenen Weg. Das ganze Gespräch gibt es ab sofort im Podcast.
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